Die 5 wichtigsten Mastitiserreger – Teil 2: Staphylokokkus Aureus

Date: 09/02/18

Die 5 wichtigsten Mastitiserreger – Teil 2: Staphylokokkus Aureus

 

30 % der Abgänge in einem Milchviehstall beruhen auf Eutererkrankungen. Wirtschaftliche Einbußen entstehen aber nicht nur durch Tierarztkosten und Merzungen, sondern besonders durch Milchverluste und Mehrarbeit. So kostet eine Mastitis durchschnittlich 450 €!

Hinzu kommen die wachsenen Ansprüche des Verbrauchers: gesunde, hochwertige Milch, die dennoch günstig ist. Nachhaltigkeit, Antibiotikaresistenzen und Zoonosen sind Themen, die in der Gesellschaft immer mehr diskutiert werden.

Um die wirtschaftlichen Einbußen zu minimieren, den Ansprüchen der Verbraucher gerecht zu werden und den Antiobiotikaeinsatz zu reduzieren ist ein effizientes Hygienemanagement das A und O. Vorraussetzung dafür ist zu wissen, welche Erreger im Stall vorkommen und was man gegen diese tun kann. Die 5 wichtigsten Erreger stellen wir Ihnen nach und nach vor.

 

Staphylokokkus Aureus

Staphylokokkus Aureus ist wohl der bekannteste und gefürchtetste Mastitiskeim. Einmal im Bestand ist er nicht mehr weg zu bekommen. Aureus ist ein kuhassoziierter und hoch ansteckender Erreger. Die Übertragung erfolgt überwiegend während des Melkens und auch Kühe mit geringen Zellzahlen können den Erreger in sich tragen.

Staphylokokken allgemein setzen sich verstärkt in Hautrissen und Verletzungen fest, weswegen eine optimale Strichkondition als vorbeugende Maßnahme eine große Rolle spielt. Staph. Aureus dringt direkt in die Euterzellen ein und schützt sich dadurch vor Abwehrzellen und bildet gleichzeitig ein Reservoir direkt im Euter.

 

Symptome:

  • Zyklisches Ausscheideverhalten, somit sprunghafte Zellzahl im Betrieb oder/und beim Einzeltier

  • meist subklinischer Krankheitsverlauf

  • schleichender und chronischer Befall

  • je länger die Krankheit andauert desto wahrscheinlicher sind Knoten zu ertasten

  • bei klinischen Mastiden (meist bei Erstinfektion) sind keine speziellen Symptome zu erkennen

  • Hinweis: leichte Mastitiden, die sich nur unbefriedigend behandeln lassen undhäufige Rückfälle haben

     

 

Behandlung:

  • Antibiotikabehandlung, Achtung: Resistenzen!

  • Bei Wiederauftreten des Keims merzen

 

Vorbeugende Maßnahmen:

  • Vorsicht beim Einkauf! Jedes Tier vorher testen (PCR-Probe)!

  • Übertragungen verhindern durch eine sorgfältige Zwischendesinfektion der Melkzeuge und der Melkerhandschuhe mit VIREX

  • Vorbehandlung der Striche und entfernen von Staph. Aureus vor dem Melken mit NOVOFOAM oder NOVODUAL

  • Schützen und Pflegen des Strichs mit NOVOSPRAY oder NOVODIP für eine optimale Strichkondition

  • Immunsystem stärken

 

 

 

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